Zambia – Take A Walk On The Wild Side

Long Time No See

Ich finde es doch echt schwer entweder die Zeit oder den Internetzugang zu finden um etwas in diesem Blog zu posten.
Aber jetzt habe ich beides gefunden…

Die letzten 1 ½ Wochen waren voll. Voll mit Terminen, voll mit neuen Gesichtern und Namen, voll mit kleinen und grossen Ereignissen.
Angefangen hat die letzte Woche mit meiner Reise in den Norden Sambias.
Am Montag fuhren Miriam und ich nach Kabwe um dort eine BMI (Bethlehem Mission Immensee, “meine” Organisation)-Fachperson zu treffen, die dort mithilft ein Hospice/kleines Krankenhaus zu renovieren, das nach schlechter Führung letzes jahr geschlossen warden musste.
Nachdem wir uns die Räumlichkeiten des Hospices angesehen hatten und die nötigen Formalitäten mit ihr besprochen hatten, waren wir alle hungrig und machten uns auf zum Mittagessen.

Über Strassen die nicht wiklich dies Bezeichnung verdienen, da es eigentlich nur viele, mehr oder weniger tiefe, Schlaglöcher sind mit einigen ebenen Flächen dazwischen, ging es zu einem kleinen Lokal in Zentrum von Kabwe.
Dort hatte ich mein erstes Nshima-Erlebniss!
Nshima. Das sambische Grundnahrungsmittel. Wasser und Maismehl, gemischt und gekocht und am Ende hat man einen weissen Klumpen der vielleicht etwas so aussieht wie weisser Griesbrei. Aber Nshima schmeckt nicht wie Griesbrei. Es schmeckt nicht wirklich nach irgendwas. Der Geschmack kommt mit den Beilagen. Die wohl beliebtesten Beilagen sind: Beef, Chicken, T-Bone und Fisch. Kurz gesagt: nicht vegetarisch. Aber man bekommt immer zu allem noch etwas Gemüse dazu, meist gekochtes Grünzeug (Blätter von allenmöglichen Pflanzen), Impua (ein aubergingenartiges Gemüse) oder vielleicht Okraschoten. Oft ist das “Grünzeug” mit Erdnüssen und Tomaten gekocht und daher sehr lecker.
Von dem eigenen “Nshima-Klumpen” (der unter der Haut meist noch ziemlich heiss ist) reisst man sich ein Stückchen ab und formt es mit der Hand zu einer Kugel in die man eine kleine Mulde drückt. Dann kann man das Nshima wunderbar als Löffel für das Gemüse benutzen.

Am nächsten Tag ging es weiter. Mishikishi, eine Farm die von einem älteren schweizer Ehepaar geführt wird. Auch ein Projekt von BMI.
Was wurde uns angeboten? Selbstgemachter Mangosaft und Mangopüree, und natürlich war auf dem Tisch ein grosse Schale die vor Mangos fast überquoll. Ich schwebte wie auf Wolken!

In solchen Momenten denke ich schon, dass das Leben in solcher Hitze schon seine Vorteile hat. Aber wenn dann die Sonne doch wieder hinter den Wolken hervorkommt, die einem für ein paar Minuten eine herrliche “Kühle” gebracht haben, vergesse ich ehrlich gesagt diese Vorteile doch ziemlich schnell wieder!

Nachdem wir am nächsten Tag in Ndola den Bischof zu einer Besprechung getroffen hatten, machten wir uns auf den Rückweg nach Lusaka, zu Miriams Familie. Miriam lebt etwas  ausserhalb Lusaka mit ihrem Mann, seinem Sohn und ihrem kleinen Tim. Tim ist 19 Monate und einfach unglaublich süss. Sobald er sich an mich gewöhnt hatte musste ich ihm bei allem zugucken, wie er den Hühner nachlief, wie er für mich tanzte (!) und auch all seine Spielzeuge mussten begutachtet warden. Doch leider fand er gossen Gefallen an meiner Uhr und nachdem sie ihm und dann auch mir einmal runtergefallen war, gab diese ihren Geist auf… Ein schreckliches Ereigniss für einen so gewissenhaften Uhrträger wie mich!

Aber nicht nur die Uhr war spannend, auch die Bücher die ich ihm aus Deutschland mitgebracht hatte. Besonders das eine, in dem man Tiere streicheln konnte und dann das zum Tier passende Geräusch ertönte. Am Abend haute er noch auf die Tiere, doch am nächsten Morgen kam er mit dem Buch zu mir und zeigte mir jede Seite und streichelte die Tiere damit sie bellten, brüllten oder schnurrten!

Am Abend schauten wir das Halbfinale des Africa Cups. Sambia gegen Ghana. Zu allgemeiner Überraschung und grosser Freude, gewann Sambia. Draussen hörte man die Menschen feiern, Musik und Feuerwerke erfüllten die Nacht. Zum ersten Mal seit etwa 20 Jahren hatte sich Sambia für das Finale qualifiziert.

Doch auf die Freude folgte der grosse Schock. Am nächsten Tag wurde berichtet, dass in den Feierlichkeiten 17 Menschen umgekommen waren! Was würde also passieren falls Sambia im Finale gewinnen sollte??

Nach einer Nacht mit grossen Spinnen an den Wänden, unzähligen kleinen Kakerlaken überall im Zimmer und mehreren Mücken ausserhalb meines Moskitonetzes, wachte ich leicht verschlafen am nächsten Morgen auf. Mit Magenschmerzen, da ich das Leitungswasser getrunken hatte, ging es dann in “meine” Schule, die Community School in Kamanga, einem Armenviertel in Lusaka. Dort lernte ich die Lehrer kennen und traf Cecilia, die Frau mit der ich die nächsten Monate am meisten zusammenarbeiten werde. Nach der kleinen Vorstellungsrunde fand ein fliessender Übergang in die grosse Vorstellungsrunde statt. Cecilia ging mit mir in alle Klassen und stellte mich vor. Die Begrüssung war immer die selbe, die Kinder brüllten in jedem Klassenzimmer sogar gleich laut. “Good Morning, teacher Malena” – “Good Morning, class! How are you?” – “We are good, thank you and how are you?”- “I am fine, thank you!”- “Thank you!”

Nachdem wir die Runde gemacht hatten, setzte ich mich in die 4. Klasse schaute bei beim Unterricht zu.

Die Aufgaben sind zwar auf Englisch gestellt, aber in dem Alter sind die Erklärungen alle noch auf Chi-Njanja, die Sprache die in der Gegend um Lusaka herum von den Einheimischen gesprochen wird.

Der Unterricht war sehr anders, kam mir auch vom Niveau her ein ganzes Stück tiefer vor als das in Deutschland, das liegt wahrscheinlich daran, dass e seine Community School ist. Community Schools sind Schulen für die Kinder die sich die staatlichen Schulen (das heist: Uniform etc) nicht leisten können und die Lehrer arbeiten (fast) alle ohne Bezahlung. Aber ich habe auch noch nicht sehr viel vom Unterricht gesehen und sollte daher auch noch kein Urteil abgeben.

Am Nachmittag brachten Cecilia und Mr. Phiri (der Schuldirektor) zu meiner Gastfamilie. Leider war der erste Tag etwas von meinen Bauchschmerzen getrübt. Erst am folgenden Tag konnte ich sie alle wirklich begrüssen und erste Unterhaltungen mit ihnen führen, da ich nach dem Ankommen fast nur noch im Bett lag.

Alle sind sehr nett und freundlich! Das Ehepaar das mich aufgenommen hat, hat drei Kinder. Einen Sohn (Michael, 17 Jahre ??) und zwei Töchter (14 und 12, die Namen kann ich leider nicht schreiben, weil ich keinerlei Ahnung hab wie man sie schreibt….). Ausserdem lebt noch eine Nichte (19) bei ihnen, da deren Eltern gestorben sind als sie noch sehr jung war.

Soooo…leider habe ich jetzt keine Zeit mehr. Werde aber sobald ich kann weiter schreiben und gucken, dass ich den Blog auf den neusten Stand bringe.
Dann werde ich auch über das Finale des Africa Cups reden, das am Wochenende war und unvorstellbare Freudenfeiern in Sambia ausgelöst hat!

Bis dann…die liebsten Grüsse aus der Ferne!

I do find it very hard to find either the time or the internet connection to post something in this blog.

But now I found both…

 

The last 1 ½ weeks were very busy. Full of appointments, full of new faces and names, full of small and big events.

It all started with my trip to the North of Zambia.

On Monday Miriam and me went to Kabwe to meet a woman working for the BMI (Bethlehem Mission Immensee, “my” oranisation), who helps to clean and refurnish a Hospice/small hospital that was closed down last year, due to mismanagement.
First we had a look around and then talked about all the formalities and everything that had to be sorted out. After that we were all hungry and wanted to have lunch.
Driving along a road which does not really deserve that name, since it is more just many smaller or bigger …holes with a bit of even ground in between, we reached a small “restaurant” in Kabwe’s centre.

There I had my first Nshima-experience!

Nshima. The Zambian staple . Water and corn flour, mixed and boiled. In the end you have a white lump that has some similarities with semolina. But it doesn’t taste like semolina. It doesn’t actually taste at all. The taste only comes with the side dishes. The favourite side dishes for the Zambians are: beef, chicken, t-bone and fish. In other words: not vegetarian. But you actually get some vegetables with it anyway, some greens (leaves from all kinds of plants), Impua (an aubergine-like vegetable) or some lady fingers. Often those greens are cooked with groundnuts and tomatoes and are therefore very tasty.

So you rip a bit from your “Nshima-lump” (which is still quite hot underneath its skin) and with your hands you make a ball out of it. You press your thumb in it so that in the end you can use the Nshima as a spoon for the vegetables.

 

On the next day we hit the road again. Mishikishi, a farm run by an elderly Swiss couple. Another of BMI’s projects.
What did they offer us? Homemade Mangojuice and Mango purée. And obviously there was a big bowl on the table that was filled with nothing else but Mangos. It was heaven on earth!

In those kind of moments I think that living in this heat does have its good sides. But as soon as the clouds moves that had just “cooled” the air a bit by hiding the sun, I have to admit that I forget about these advantages pretty quickly!
After we had met the bishop for a meeting in Ndola, Miriam and I were making our way back to Lusaka, to Miriam’s family. Miriam lives a little outside of Lusaka, together with her husband and his son and with her little Tim. Tim is 19 months old and extremely cute. As soon as he had gotten used to me he had to look at everything he did, I had to be there when he ran after the chickens, when he danced for me (!) and all of his toys had to be examined. Sadly he was very interested by my watch and after he and then I myself had dropped it, it stopped working…a huge thing for an “everyday-watch wearer” like me.
But not only the watch was interesting, also the books I had brought him from Germany were very exciting. Especially the one where you can stroke the animals and they make the according sounds. In the evening, he was still hitting instead of stroking them, but the next morning he came to me and showed me every page and stroked the animals to make them bark, roar or purr.

 In the evening we watched the semi-final of the Africa Cup. Zambia against Ghana. To everybody’s surprise Zambia won. Outside we could hear the people celebrating, music and fireworks filled the air. For the first time in around 20 years Zambia had managed to reach the final.
But after the celebrating came the shock. On the next day we heard that during the celebrations 17 people had died! What would happen if Zambia won the final??

 

After a night with big spiders on the walls, countless cockroaches everywhere in the room and many mosquitoes outside my mosquito net, I woke up feeling a not as rested as the other nights. With stomach ache, because I had drunken tap water the night before, we went to “my” school, the Community School in Kamanga, one of Lusaka’s poor districts. I met the teachers and also Cecilia, the woman I am going to be working with most these coming months. The small introduction quickly changed into a big one as Cecilia took me to every class room and introduced me to the students. The welcoming words were always the same, the children even shouted at the same volume in every class room. “Good Morning, teacher Malena” – “Good Morning, class! How are you?” – “We are good, thank you and how are you?”- “I am fine, thank you!”- “Thank you!”

Then I sat in the Grade 4 class room and had a look at the what they were doing. Though all the exercises were in English, the explanations were, at that age, still in Chi-Njanja, the language that is used by the local people in the area around Lusaka.

 

In the afternoon Cecilia and Mr. Phiri (the director of the school) took me to my guest family. Unfortunately the day was a bit clouded by my stomach ache. Only on the following day I could meet them properly and have the first conversations, since I had been lying in bad most of my arrival day.

Everybody seems very nice and friendly! The couple has three children, a son (Michael, 17 years old??) and two daughters (14 and 12, I am not going to write their names, because I have no idea how you write them…). And there is a niece (19) living with them, because her parents died when she was still very young.

 

 

Soooo….I don’t have any time left unfortunately. But I will try to continue as soon as possible so that the blog is up to date!

That’s also when I am going to be writing about the final of the Africa Cup. It was happening on Sunday and caused a lot of celebrations in Zambia!

 

 

Till then…the warmest greetings from afar!

This entry was published on February 14, 2012 at 3:58 pm and is filed under Uncategorized. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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