Zambia – Take A Walk On The Wild Side

Tja, jetzt bin ich wieder in Deutschland. Schon seit 13 Tagen…

Und ich muss sagen, dass ich mich schon in den ersten Tagen erschreckend leicht wieder in dieser Welt hier zurecht gefunden habe.

Alles scheint so wie immer. Ich mache genaus das selbe das ich gemacht habe bevor ich gegangen bin.

Ausser ein paar Veränderungen in der Umgebung (neue Häuser, abgesägte Bäume…), scheint alles wie ich es zurück gelassen habe.

Und trotzdem ist eine ganze Menge passiert. Auch noch nachdem ich in Lusaka das Flugzeug bestiegen habe.

Als ich den Flug buchte, entschied ich mich gegen 6 stündiges Warten auf die Anschlussmaschiene im Flugahafen von Dubai, sondern dafür, eine Nacht in Dubai zu bleiben.

Mit schrecken hörte ich, als wir um 6.00h morgens in Dubai landeten, dass die Aussentemperatur schon 38°C betrug. Das konnte ja noch lustig werden.

Und das wurde es auch noch.

Beim Verlassen des Flughafens, schien ich gegen eine heiße Wand zu laufen. Zum ersten Mal in den letzten Monaten, freute ich mich als ich merkte, dass die Klimaanlage in dem Taxi, das mich zum Hotel brachte, voll aufgedreht war.
Da ich nur einen Tag in Dubai hatte und natürlich möglichst viel von der Sadt sehen wollte, hatte ich eine Tageskarte für den Big Bus gekauft. Ein Bus der zwei verschiedene, festgelegte Routen durch die Stadt fuhr, an allen “wichtigen” und berühmten Hochhäusern vorbei. Vom Hotel, wo ich mein Gepäck gelassen hatte, lief ich also zur nächsten Haltestelle dieses Buses und begann meine Stadtrundfahrt.

Ich saß oben auf dem Bus und blickte vollkommen geschockt auf diese sauberen, gut geteerten, leeren Straßen auf denen große, teure, unverbeulte Autos fuhren von denen kein einziges schwarze Abgase ausstieß.

Ich war wie erstarrt. Diese Stadt schien so leer, so unbewohnt und irgendwie ziemlich unecht.

Je länger ich durch Dubai fuhr, je mehr ich sah, desto unwohler fühlte ich mich. Als ich auf der Palminsel angekommen war und dort austieg und in eine der unzähligen Luxus-Shoppingmalls Dubais ging um mir ein bisschen die Beine zu vertreten, kam ich mir so fehl am Platz vor, wie noch nie zuvor. Und ich war auch noch nie so glücklich, mich so fremd und unwohl zu fühlen. Wenn ich mich umschaute und mir die Menschen ansah die neben mir gingen, war ich einfach nur froh nicht zu ihnen zu gehören.

Bald machte sich auch die Hitze bemerkbar: Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit…So heiß und besonders so schwül war es an keinem einzigen Tag den ich in Sambia verbrachte!

Auch wenn Dubai wahrscheinlich erst am Abend, in der Dunkelheit mit all den Lichteffekten, richtig spannend wird, konnte ich mich nicht dazu überwinden länger “als nötig” draussen zu sein. Nach fast 10 Stunden Stadtrundfahrt kam ich hungrig, müde und verschwitzt im Hotel an.

Am Abend fühlte ich mich schon so weit weg von Sambia…! Die roten Strassen voller Schlaglöcher, die strohgedeckten Hütten, die blauen Minibusse, das geschmacklose Nshima mit dem leckeren grünen Blattgemüse…all das schien schon Jahre her zu sein.

Da ich mich nun fühlte als ob ich mich in einer seltsamen Zwischenwelt befände, konnte ich es kaum mehr erwarten in den Flieger nach Hause zu steigen. Daher verließ ich das Hotel viel früher als nötig um zum Flughafen zu gelangen.

Das klingt jetzt als ob ich meinen Aufenthalt in Dubai nicht genossen hätte, aber das stimmt nicht ganz. Ich fand es spannend, ich war noch nie in einer solchen Stadt gewesen und versucht alles in mich aufzunehmen. Aber der Sprung war wahrscheinlich doch etwas zu groß…Und ich war einfach nur froh, nicht länger dort bleiben zu müssen.

Der Flughafen war schon etwas weiter weg von Dubai und etwas näher an dem vertrauten Deutschland.

Und doch: als das Flugzeug sich nach sieben Stunden Flug, dem Boden näherte war ich über die Ordnung erstaunt, war ich überrascht zwischen den grade begrenzten, saftig grünen Feldern und Wäldern nur mehrstöckige Häuser an asphaltierten Straßen zu sehen. Kurz vor der Landung flogen wir über die Autobahn und mir schoss der Gedanken durch den Kopf “Jetzt werde ich wohl nicht mehr so schnell einen Break down (Auto am Straßenrand das wegen mangelndem Benzin nicht mehr weiterkommt, Lastwagen der wegen zu schwerer Ladung einen Berg nicht mehr hochkommt) zu sehen bekommen”. Und genau da sah ich die zwei Autos die an der Seite der Autobahn standen. Doch es gab einen riesigen Unterschied zu den unzähligen Szenen die ich in Sambia erlet hatte: hier hatte sich ein Stau gebildet, etwas das man in Sambia auf den grossen Straßen nach einem “normalen” Break down selten erlebt.
Doch trotzdem fühlte es sich wie eine Begrüßung an, wie ein Versuch die zwei Welten zu vereinen.

Wie ich schon schrieb, ging das Eingewöhnen beängstigend schnell.

Aber auch in manchen alltäglichen Momenten lässt sich das Erlebte nicht zurückhalten. Wie z.B. als ich mir ein paar Tage nach meiner Ankuft einen neuen BH und einen Schlafanzug kaufte, für ~42€.
Plötzlich formte sich ein Gedanke in meinem Kopf: 42€ entsprechen ungefähr dem Monatsgehalt eines Hausmädchens in Sambia.
Die zwei Welten vollkommen zu vereinen ist nicht ganz möglich. Die Unterschiede sind dann doch zu groß.

Jetzt heißt es, sich wieder auf Neues vorzubereiten in dieser “alten”, gewohnten Umgebung.

Vielen Dank für eurer Interesse!

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht euch über meinen Aufenthalt in diesem wunderbaren Land zu berichten. Und ich hoffe ich habe eure Begeisterung für Kulturschocks geweckt (falls diese noch nicht da war)🙂

Ab jetzt gibt’s Infos dann wieder privat.

Liebste Grüße,
eure Malena
Some impressions of Dubai

A constant construction site

Two of the many air conditioned bus stops, in front of the Burj Khalifa

There were many beautiful places and buildings between the sky scrapers

And some very familiar and still quite foreign signs…

And a lot of luxury…like this shopping mall.

Well, now I am back in Germany. Since 13 days already…

And I have to say that getting used to this world again, was so easy that I got a little scared.

Everything looks the same. I do the same things I did before I left.
Apart from a few changes in the neighbourhood (new houses, sawn down trees…) everything is how I left it.

 

But so much happened in these three months. Even after I boarded the plane in Lusaka.

When I booked the flight, I decided not to wait six hours in Dubai’s Airport, but to spend the day and the night in the city.

But when we were about to land I wasn’t sure anymore if that had been the right decision, the temperature outside was already as high as 38°C, at six o’clock in the morning. I knew that it wouldn’t be an easy day.

And it wasn’t.

When I left the airport it felt like walking ………………….For the first time in the last months I was happy when I realised that the taxi, which was taking me to the Hotel I would be staying in for the night, had an air condition.

Since my flight to Germany was going the next day, I tried to see as much as possible of Dubai in one day. I had bought a ticket for the Big Bus, a bus that drives around the city and takes you to all the famous sky scrapers and buildings. So I left my bag at the hotel and walked to the closest bus station and started my sightseeing tour.

 

I sat on top of the bus and glanced, completely shocked, at the clean and perfectly well tarred roads which were „filled“ with nothing but big, expensive and undented cars. No car had black fumes!

I felt paralised. This city seemed so empty, so uninhabited and artificial. The longer I was on the bus, the more I saw of Dubai, the more uncomfortable I felt. When I arrived on the Palm Island, I decided to get off the bus and strech my legs a little bit, so I went into one of the countless luxury shopping malls. That’s when I started to feel completely out of place. And I have to admit that I was never that happy about feeling out of place, feeling foreign and uncomfortable. When I looked around, looked at the people who were enjoying themselves in that environment, I was nothing but happy about not belonging to them.

 

Soon I started to feel the heat: head ache, nausea, tiredness…In Zambia it had never been so hot and especially never that humid.

Even though Dubai must be especially exciting at night with all the light effects, I couldn’t stay outside any longer. After nearly 10 hours city tour I arrived at the hotel, hungry, tired and sweaty.

 

In the evening Zambia seemed so far away…!The red roads with all their pot holes, the little thatched huts, the blue mini buses, the tasteless Nshima with green vergetables…it felt as though I had experienced all this years ago.

 

Since I felt like being in some sort of world in between I couldn’t wait to jump on that plane and get back home. So the next day, I left the hotel way too early. I didn’t want to spend one minute more than necessary in this city that looked so cold and foreign to me.

That sounds as if I hadn’t enjoyed my time in Dubai at all. But this ist not actually true. I found it exciting and very interesting, I had never been to a city like that before and tried to take in everything I saw. But I suppose the gap between Lusaka and Dubai was just a bit too big…And I was nothing but happy to not have to stay there any longer.

The airport seemed a little further away from Dubai and therefore a bit closer to familiar Germany.

 

And still: when, after seven hours in the air, the plane was getting closer to the ground, I was surprised by the order on the ground. I was surprised by the rich green fields and forests with distinct, straight borders and the multistorey houses along concrete roads. Just before landing we flew above the motor way and a thought came to my mind: „Now I am probably not going to see a break down any time soon (as I had in Zambia all the time, cars that had run out of fuel, trucks which had too much load and didn’t manage to get up a hill, etc.)“. And exactly in that moment I saw the two cars on the side of the motor way. But as much as the scene reminded me of Zambia, as much did it differ. Behind those two cars a congestion had developed, something that hardly happens in Zambia after a „normal“ break down.

But that did actually feel like some sort of welcoming, like an attempt to combine these two worlds.

 

I already wrote that settling back into that life here happened faster than I had prefered.

But in some small, day-to-day like moments thoughts cross my mind that are sparked by what I’ve experienced. A few days ago, for example, I bought a bra and a pyjama for 42€. After I had left the store a thought formed in my mind: 42€ is equivalent to monthly salary of a maid in Zambia.

To combine these two worlds is not quite possibel. The differences are really a little too big.

 

Now it’s time to start preparing for new things in this „old“, familiar environment.

 

Thank you for your interest in my little adventure!
I had a lot of fun letting you know of all the good and all the hard times I’ve had in this wonderful country. I hope I could awake your interest for culture shocks (if that didn’t exists already)🙂

 

From now on information is going to be given out privately again…

 

Warmest greetings,
Malena

 

 

This entry was published on May 29, 2012 at 7:53 pm and is filed under Uncategorized. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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