Zambia – Take A Walk On The Wild Side

A Long Weekend…Einfach so!

Ein langes Wochenende liegt nun hinter mir. Am Donnerstag war der internationale Women’s Day und am Montag der Youth Day. Tja, da die hier als Feiertage gelten war das Wochenende für mich dieses Mal fünf Tage lang, denn ich machte am Freitag einen Brückentag.Freitag war kein offizieller Brückentag und ich hätte mir nicht freigenommen, hätte ich gewusst dass am Freitag Schule wär, als ich mit Miriam beschloss einen Ausflug zu machen.

Am Freitag morgen holte Miriam mich von zuhause ab, da wir mit Renate zu einem Hotel etwas nördlich von Lusaka fahren und dort den Tag mit einem Spaziergang und Faulenzen am Pool verbringen wollten. Ein bisschen Entspannung, ein bisschen Luxus in dem doch sonst etwas anstrengenden, „einfachen“ Alltag.

Da Renate aber unerwarteter Weise noch einen Patienten ins Krankenhaus fahren musste, hatten Miriam und ich noch etwas Zeit bevor wir uns auf den Weg machen wollten. Die nutzten wir indem wir zu dem Grundstück fuhren, dass Miriam und Mattutu (ihr Mann) vor drei Jahren gekauft hatten und auf dem sie nun ein Haus bauten. Miriam führte mich durch die Mauern des Hauses, das sie selbst entworfen hatte, erklärte mir die Aufteilung der Zimmer und zeigte mir danach noch ihren Garten indem sie nun schon etwa 150 Bäume gepflanzt hat!
Das Grundstück ist sehr schön, ausserdem liegt es in einem Viertel Lusakas das (noch) sehr ruhig ist. Die Stadt wirkt sehr weit weg, wenn man in diese Stille zwischen dem hohen Gras und den kleinen Bäumen umher geht.

Danach machten wir uns auf den Weg, auf der Great North.
Es dauerte nicht sehr lang, da bogen wir auch schon wieder von der grossen Strasse auf einen rot-braunen Weg voller Schlaglöcher ab. Der Weg führte durch einen Wald in dem Kakteen standen die so gross wie Bäume gewachsen waren und schon Stämme bekommen hatten und vorbei an einem Teich/Tümpel der von Seerosen bedeckt war zwischen denen ein paar wenige tote Bäume hervorragten.

Nachdem wir angekommen waren, machten wir uns gleich wieder auf den Weg. Dies Mal zu Fuss.Wir hatten uns keinen Plan von den Wanderwegen auf dem Gelände geben lassen und gingen einfach mal den ersten Weg runter den wir sahen.
An dem hauseigenen Löwengehege blieben wir nur kurz stehen, eingesperrt Löwen fanden wir weniger spannend.
Wir gingen den Weg einfach weiter und bemerkten bald, dass die Umgebung um das Hotel das reinste Schmetterlingsparadies ist. Sie waren unsere ständigen Begleiter. Gelbe, Orangene, Blaue, Braune, Rote, welche mit weissen Punkten…wunderschön.
Sonst sahen wir allerdings nicht viel. Naja, doch, wir sahen sehr viel Gras. Für eine kleine Person wie mich ist dieses Gras einfach überragend.
Wir verliessen den ersten Weg und gingen auf einem kleineren der wieder etwas in Richtung Hotel ging weiter. Ich muss zugeben, dass auch wenn der Weg mehr in die richtige als in die falsche Richtunge ging, ich mir nicht sicher war ob es eine gute Entscheidung war weiterzugehen anstatt umzukehren.
Wir waren uns auch überhaupt nicht sicher ob es den Rundweg gab, auf dem wir zu sein hofften. Als Renate uns anrief um uns zu sagen, dass sie angekommen sei, erzählte sie uns aber, dass es sehr wohl einen Rundweg gab. Das bestätigte uns und wir gingen beherzt weiter. Nach kurzer Zeit schon kam sie uns dann entgegen und wir gingen das letzte Stück gemeinsam zum Hotel zurück.

Dort begaben wir uns zu einem der Tische um etwas zu Mittag zu essen. Doch wir waren nicht die einzigen die auf etwas Essen zu warten schienen. Direkt neben unserem Tisch, zwischen einigen Büschen und Palmen, trat eine Kudu-Dame hervor! Chisamba, das zahme Kudu. Sie wurde wohl von dem Hotelpersonal mit der Flasche aufgezogen und kam nun immer wieder zum Restaurant um etwas Brot zu verlangen.
Sie beäugte uns neugierig und schnupperte, ob denn schon etwas Brot auf unserem Tisch stand. Zu ihrer Enttäuschung jedoch war das noch nicht der Fall. Doch das hielt sie nicht davon ab, mich und meinen Teller genau zu untersuchen. Ein Kudu ist ziemlich gross und ich muss sagen, dass es mir am Anfang ein wenig unangenehm war sie so nah zu haben. Nach einer Weile jedoch, hatte ich mich daran gewöhnt und liess mich durch sie nicht mehr aus der Ruhe bringen.
Aber als wir essen wollten, entschieden wir uns doch für einen Tisch der etwas weiter vom Grünen entfernt war.
Nach dem wir lange auf unser Essen gewartet hatten und es dann endlich bekommen und gegessen hatten, legten wir uns neben den Pool, in den Schatten und genossen die Ruhe.
Nach einer Weile beschlossen Miriam und ich schwimme zu gehen, auch wenn die Sonne meistens von grossen, dunklen Wolken verdeckt war. Wenn man schon mal etwas Wasser hat, sollte man es ja schon nutzen.

Als wir unserer Meinung nach lang genug im Wasser gewesen waren, gingen wir wieder zur Damentoilette um uns umzuziehen. Gerade als wir die Tür öffneten kam ein Hotelgast heraus. Erst dachte ich mir nichts dabei, doch als Miriam mich darauf ansprach wurde mir klar, dass diese Frau gerade aus der Toilette eines sehr schicken Hotels gekommen war und die Türklinke nur mit einem Taschentuch angefasst hatte! Das wirkte schon sehr seltsam und man fragt sich in einem solchen Moment schon, was diese Person in Afrika macht, wenn sie meint, dass hier sogar in einem teuren Hotel alles voller Keime und Bakterien ist. Es muss doch wirklich ein unschöner Aufenthalt sein, für jemanden der ständig alles mit einem Taschentuch anfasst und überall nur noch Unsauberkeit sieht. Oder?

Da es schon später war als wir gedacht hatten, machten wir uns ziemlich bald wieder auf den Rückweg.
Auf dem Weg zur Great North scheuchten wir eine Gruppe Paviane auf und nahmen uns noch die Zeit ihnen beim „wegklettern“ zuzusehen. Leider war die Kamera immer ein wenig zu langsam und ich konnte keinen im Sprung fotografieren.

 

Der Tag war sehr schön auch wenn es mir doch wieder zu denken gab. Diese Extreme.
Es ist nicht wirklich leicht all das zu sehen. Zu sehen wie einfach für viele das Leben hier ist, während viele mehr hier nur überleben, anstatt zu leben.

Auch am Sonntag wurde mir das wieder einmal vor Augen geführt, als ich mit meiner Gastfamilie, die Schwestern von meiner Gastmutter besuchte. Sie ist sehr nett und ziemlich wohlhabend. Sie hat ein grosses Haus, das noch ziemlich leer steht und noch nicht gestrichen ist (weder innen noch aussen), da sie ständig beruflich auf Reisen ist. Der Grossteil des Hauses in dem ich wohne hätte in ihr Ess- und Wohnzimmer gepasst. Und das Haus meiner Gastfamilie ist für afrikanische Verhältnisse schon gross.

Es brauch sicherlich eine ganze Weile bis man sich damit irgendwie arrangiert hat und akzeptiert hat, dass man (leider) nur auf kleiner Basis etwas verändern kann und nicht das ganze ungerechte System.

This last weekend was a long one. On Thursday was the international Women’s Day and on Monday was Youth Day. Well, since those are holidays here and I had made a bridging day on Friday, my weekend was five days long.
Friday was not an official bridge day and I wouldn’t have taken the day off, if I had known that, when deciding to go out for the day with Miriam.

On Friday morning Miriam picked me up. We wanted to go to a hotel outside of Lusaka and spend the day with going for a walk and lazing around the pool, together with Renate. Some relaxation, a little bit of luxury to contrast the otherwise quite exhausting and “simple” working days.
Because Renate had to take a patient to the hospital unexpectedly, Miriam and I had a little time before we hit the road. So she took me to the plot she had bought with Mattutu (her husband) and showed me the house they were building right now and that Miriam had designed herself. We walked through the rooms, as she told me what everything would look like and which purpose each room would be serving. After that she showed me the garden in which she had already planted about 150 trees!
The plot is very beautiful and it is in one of Lusaka’s districts that is (still) pretty quiet. The city seems far away, when you walk through tall grass and small trees hearing nothing but the wind.

With that detour we made our way to the Great North, the big road taking us north.
It didn’t take long till we left the tarred road and continued on a red/brown road full of potholes.
That road took us through a forest in which cactuses were standing as tall as trees, even developing trunks and past a pond which was covered with water lilies.
After we had reached the hotel we took off immediately again. This time by foot.
We hadn’t taken a map with us which showed the trails on the premises, and just started walking on the first path we saw.We stopped briefly at the hotel’s lion compound but we weren’t too interested in caged lions.
We just kept walking on the same path and soon realised that the area around the hotel was butterflies’ land. They accompanied us the whole time. Varying in colours…yellow, orange, red, brown, blue, some with white spots, some with funnily shaped wings…all beautiful.
But we didn’t see too much apart from those butterflies. Well, yes, we saw a lot of grass. For a person as small as me this grass is really “outstanding”.
We left the path and continued on a smaller one that seemed to be going into the direction the hotel was in. I have to admit that even if the path looked as if it was going into the right direction, I wasn’t sure if it was better to just carry on and not go back the way we had come.
We weren’t even sure if there was this circular track we hoped to be on. But when Renate called to tell us that she had arrived at the hotel, she said that there was this a trail going round the hotel, so we carried on happily. After a short while already she came towards us and we walked the last bit back together.

At the hotel we went straight to one of the tables to have lunch. But we weren’t the only ones waiting for food. Right next to our table, between bushes and palm trees, a female Kudu was observing us. Chisamba, the tame Kudu. She had been raised by the hotel staff and kept on coming back to ask for bread.
She looked at us curiously, sniffed to find out whether there was bread on the table already. To her disappointment that was not the case. But that didn’t stop her from examining my plate very precisely. Kudus are quite tall and I have to admit that I was quite intimidated at first. But after a while I had gotten used to her and didn’t mind the big head right next to mine.
But when we wanted to eat, we decided to move to a table that wasn’t next to the greenery.
We waited for a long time for our food and after it had finally been served and we had finished eating, we laid down in the shade next to the pool.
Miriam and I wanted to go swimming, so after a while we changed and got into the pool, even though the sun was hiding behind big, grey clouds. If you have some water to swim in, you should use it, right?

When we had been in long enough, we went to the ladies room to change back into our clothes. When we wanted to open the door, a guest of the hotel opened it from the inside. First I didn’t think about it, but when Miriam mentioned it, I realised that this woman had just left the ladies room of a very posh hotel and used a tissue to touch the door handle! That did seem very weird. You start asking yourself what a person is doing in Africa, when they think that here even in an expensive hotel everything is full of bacteria and germs. It can’t really be a nice stay from someone who touches everything with tissues, seeing nothing but dirt, can it?

Since it was already later than we had expected we took off quite soon. On our way to the Great North we startled a group of baboons and stopped to watch them “climb their way” through the trees.Unfortunately the camera was too slow and I didn’t manage to capture one during a jump.

The day way really nice, even though it made me think a lot. Those extremes.
It really isn’t easy to see that all the time. To see that life is so easy for many people, while many don’t actually have the means to live but only to survive.

On Sunday I got reminded of that again, when my guest family and me went to visit my guest mother’s sister. She is very nice and pretty wealthy. She has a big house, which is still very empty because she has to travel a lot for her work. The major part of the house I live in would have fitted in her living and dining rooms. And the house of my guest family is pretty big compared to the “average” Zambian house.

I am sure it takes a lot of time till you have gotten used to this and have started accepting that you can only change something on a small basis, but not the whole, unfair system.

This entry was published on March 14, 2012 at 12:51 pm and is filed under Uncategorized. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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