Zambia – Take A Walk On The Wild Side

Moving East

Sweet little Mila.

Letztes Wochenende hatte ich etwas anderes vor als nur zuhause zu sitzen, zu lesen und mich zu entspannen. Letztes Wochenende war ein BMI Treffen in Mpanshya, einem kleinen Dorf etwa 200 km östlich von Lusaka. Alle BMI Fachpersonen kamen zusammen um Familie Seelhofer zu verabschieden, die nun nach drei Jahren Zambia wieder verliessen.

Am Samstagmorgen wurde ich von Renate (der BMI Fachperson bei der ich die ersten Tage gewohnt hatte) vor der Schule abgeholt. Miriam hatte sie gefragt, ob sie mich mit nach Mpanshya nehmen könnte, da Miriam einen wichtigen Termin hatte und deshalb nicht kommen konnte.

Auf der Great East fuhren wir von relativ flachem, landwirtschaftlich genutztem Land in eine Landschaft die grösstenteils unbändig und unberührt wirkte. Anstatt flachen Feldern sah ich nun nur noch grosse Hügel/kleine Berge um mich, die von tief grünen Wäldern und meterhohem Gras bedeckt waren, ein wunderschönes Ergebniss der Regenzeit.

Nach viel zu kurzer Zeit war die Fahrt mit der so schönen Aussicht zu Ende und wir bogen von der grossen, gut geteerten Strasse in ein kleines Dorf ab und fanden mit Hilfe eines Einheimischen das Haus von Seelhofers.
Das Ehepaar  Seelhofer lebten mit ihren drei Kindern netten Haus dessen Garten von einer Gruppe kleiner Kinder beherrscht wurde. Als wir ausstiegen wurden wir neugierig von grossen dunklen Augen beobachtet.

Marek, mit 6 Jahren das älteste Kind Seelhofers, begrüsste Renate ohne Zögern, mich etwas schüchtern. Im Garten standen Möbel bereit abgeholt zu werden, das Haus war bis auf die Betten schon fast leer. Roger stand am Herd un bereitete das Mittagessen und auch schon die Salate für den Abend vor, während Christine sich etwas mit uns hinsetzte und uns wie die letzten Monaten in Mpanshya und im Nutrition Center, das sie die letzten drei Jahre geführt hatte, gewesen waren. Nach kurzer Zeit kam ein kleines Mädchen mit blonden, gelockten Haaren zum Tisch gerannt und wollte etwas trinken. Mila, vier Jahre alt und unglaublich süss. Doch als sie mich sah war sie plötzlich sehr schüchtern, rannte schnell wieder zu ihren Freunden. Hinter ihr her trapselte ihr kleiner Bruder, Josch, 1 Jahr und vier Monate alt.

Das Mittagessen war sehr lecker und das erste das wirklich deutsch/schweizerisch/mitteleuropäisch geschmeckt hat, seit ich hier bin. Rosmarin-Bratkartoffeln mit gedünstetem Gemüse und einer Käsesosse. Sehr klassisch. Danach lud Renate Möbel auf ihr Auto und ich stellte den Guss für einen Kuchen her den Christine gebacken hatte. Da wurden Marek und Mila neugierig und ich begann mich mit ihnen zu unterhalten.
Renate war abgefahren und während wir auf die BMI Gruppe warteten bereitete Roger das Abendessen vor, Christine packte und ich, da Mila ihre Schüchternheit überwunden hatte, guckte mir entweder Pixie-Bücher an und sagte die Namen der Tiere und Gegenstände die ich sah auf Deutsch (Mila spricht eigentlich fast nur Englisch und Chi-Njanja) oder schubste die ganze Gruppe beim Schaukeln an. Ausserdem sollte ich Marek beim Fussball zugucken, sollte sehen wie er Tore schoss oder verhinderte das andere welche machten.

Die anderen Fachpersonen kamen, halfen beim tragen der Sitzbänke, beluden ihre Wägen mit Möbelstücken, Küchengeräten und Geschirr und fuhren dann zu Gnehms (BMI Fachpersonen die auch in Mpanshya wohnen) oder gingen in die Zimmer in der wir für die Nacht untergebracht worden waren. Ich blieb bei Seelhofers.

Gegen Abend sass ich mit Roger auf der Terasse und wir unterhielten uns über ihre Zeit in Zambia. Plötzlich sagte er: „Oh, da haben sie wohl wieder einen!“ Erst wusste ich nicht was er meinte, aber dann viel mir ein, dass wir vorher darüber gesprochen hatten, dass Marek mit den anderen Kindern Käfer ausgrub und sie dann im einem Feuer brieten. Die Käfer „schrien“ hoch und laut wenn sie ausgegraben wurden. Roger hatte diesen Schrei gehört. Also gingen wir hin, damit ich diesen Käfer sehen konnte. Stolz hielt Marek mir einen grossen, braun und cremefarbenen, fetten Käfer mit einem grossen Kopf hin. Er erklärte mir, dass sie ihm schon die Hinterbeine herausgerissen hätten, da er an diesen grosse Stachel hatte. Nun musste er nur noch leicht den Kopf des Käfers zusammendrücken damit er nicht vollkommen bei Bewusstsein war wenn sie ihn ins Feuer warfen.

Ich muss zugeben, dass ich ziemlich schnell wieder zurück auf die Terasse bin. Es war nicht der schönste Anblick. Später hatten sie einen zweiten Ausgegraben. Dieses Mal musste ich nicht mal aufstehen, Marek kam zu mir und zeigte ihn mir, vor mir riss er dem Käfer die Beine aus und liess diese auf den Boden fallen. Diese Käfer sind so gross und fett, dass sogar an den Beinen etwas Fleisch dran ist. Es waren wirklich sowas wie Schenkeln an den Beinen.
Ich musste mich fast übergeben…
Das ist wirklich gewöhnungs bedürftig.

 

Doch schnell wurde ich wieder abgelenkt, von Mila, die mir nicht mehr von der Seite wich, auf meinem Schoss sitzen wollte oder meine Hand nahm und mich hinter ihr her zog um mir etwas zu zeigen.

 

Um 19.00h kamen dann die anderen wieder und das Abendessen begann. Ausser Miriam und Renate waren alle BMI Fachpersonen da. Regina hatte ich schon in Kabwe getroffen. Theo und Margrit Bucher, die den Bauernhof in der Nähe von Ndola führen waren mit Besuch gekommen, mit ihrem Sohn Thomas und seiner Freundin und mit einem anderen schweizer Ehepaar, das sie vor langer Zeit während ihres Aufenthalts in Äthiopien kennengelernt hatten. Gnehms  lernte ich auch erst an diesem Abend kennen. Er führt eine Schreinerwerkstatt in der er Einheimische ausbildet und sie hat gerade ihre eigenes Projekt gestartet, ein sambisches Altersheim. Ein kleines Dorf (eine Häusergruppe) in dem alte Menschen wohnen die niemanden haben, der sich um sie kümmern kann und die zur finanzierung eine eigene Bäckerei führen. Aber es befindet sich noch vollkommen in der Anfangsphase.

Der Abend war sehr nett, gutes Essen und gute Unterhaltungen.

Die Nacht war weniger erfreulich. Buchers, ihre Gäste und ich hatten Zimmer neben dem Ernährungscenter gemietet, hatten diese auch schon am Mittag gesehen und unsere Sachen dort abgestellt. Da erschien mir das Zimmer ziemlich gut.

Doch als ich in der Nacht in das Zimmer kam, war ich nicht mehr so begeistert. Auf der Toilette war keine Brille, Kakerlaken krabbelten auf dem Boden und als ich mich auf das Bett legt war es als läge ich in einer Hängematte. Nachdem ich dann endlich irgendwann eingeschlafen war, wachte ich ungefähr jede Stunde auf, wegen Geräuschen vor dem Fenster oder der schlechten Qualität des Bettes.

 

Am nächsten Morgen ging ich mit Theo zu Seelhofers um die letzten Möbel abzutransportieren die in andere BMI Haushalte gehen sollten und sonst einfach ein bisschen mit anzupacken.
Danach verabschiedeten wir uns und Theo und ich fuhren zu Gnehms wo schon die anderen und ein riesiges Frühstück auf uns warteten.

Nach einem unterhaltsamen Frühstück führte Urli Gnehm uns noch in der Werkstatt herum, erzählte uns von dem Projekt.
Dann fuhr ich mit Regina, Buchers Sohn und seiner Freundin wieder zurück nach Lusaka.

Die Autofahrt war sehr lustig. Wir redeten viel, unter anderem über Zambia und Namibia.

Schon wieder hatte ich das Gefühl, dass die Fahrt zu schnell vorbei war.

 

Der Rest des Tages, des Wochenendes, verlief ruhig.

 

Auch letzte Woche verliefen nach dem gewohnten Muster, sie waren schön aber ohne bemerkenswerte Erlebnisse. Ausser vielleicht der Field Visit den ich mit Cecilia und Ernest (der letzte der Lusaka BMI Gruppe der mit Miriam und Cecilia imBüro arbeitet) gemacht hab. Die Community School hat ein Project gestartet, um etwas Geld zu machen und um den Kindern eine warme Mahlzeit am Tag machen zu können. Das Projekt besteht darin, dass sie eine Hammer Mill, eine Hammermühle, kaufen wollen um den gemahlenen Mais zu verkaufen. Das Haus in dem die Hammer Mill stehen wird, wird gerade in Kamanga gebaut, nicht weit weg von Cecilias Zuhause. Die Armut dort ist schon sehr gross und mir wurde vollkommen klar, warum Cecilia gesagt hatte, dass ich nicht bei ihr wohnen könne. Abgesehen von der geringen Sicherheit, wäre es wahrscheinlich einfach eine zu grosse Umstellung gewesen.

Last week end I had other plans than sitting at home reading and relaxing. That week end a BMI meeting was planned in Mpanshya, a small village approximately 200 km towards the East from Lusaka . All people who are in Zambia with BMI came together to wish family Seelhofer fare well, who are leaving this country now, after three years.

On Saturday morning I was picked up by Renate (the woman I had lived with the first couple of days after I had arrived in Lusaka) in front of the school. Miriam had asked her if she could take me to Mpanshya because she couldn’t go herself.

We took the Great East and moved from a landscape that changed from being relatively flat and agriculturally used to one that was hilly and seemed wild and “untouched”. Instead of flat fields I could only see big hills/small mountains around me that were covered with dark green forests and more than one meter high grass. A wonderful result of the rainy season.

The ride with the wonderful view ended way too soon when we left the big, well tarred road, driving into a small village. After a while we found Seelhofer’s house with the help of a resident.

Seelhofers live with their three children in a nice house whose garden was taken over by a group of small children. When we got out of the car we were examined by big dark and curious eyes.
Marek, with six years the eldest of Seelhofer’s children, greeted Renate without hesitation.
Furniture was standing around in the garden, except from the beds the house was nearly empty. Roger was cooking lunch and already preparing salads for dinner, while Christine sat down with us and told us about the last couple of months they’d had in Mpanshya and the Nutrition Centre, which Christine had worked in the last three years. Not long and a small girl with blond, curly hair ran to the table and wanted a glass of water. Mila, four years old and incredibly cute. When she saw me she got very shy and left very quickly to go back to her friends. Her younger brother, Josch, 1 year and four months, scampered after her.

Lunch was really nice, the first proper German/Swiss/Middle-European dish I’d had since I came to Zambia. Fried rosemary-potatoes with steamed veggies and cheese sauce. After the meal Renate took some of the furniture on her car while I was preparing an icing for a cake Christine had made. Marek and Mila got curious and we started talking.

Renate had left and while we were waiting for the rest of the BMI group Roger made dinner, Christine was packing and since Mila had gotten over her shyness I was either reading Pixie-books, telling her the German names of all animals in them (she actually speaks more English and Chi-Nyanja), or push the whole group on the swing. Additionally I had to watch Marek play football, had to watch him score goals or prevent other from scoring.

The other guests arrives, helped to carry benches that were needed as additional seating for supper, took the furniture and the cooking utensils that were meant for them and stored it on their Pick-ups and drove to Gnehms (another couple working in a BMI project in Mpanshya) or went to the rooms we had rented for the night. I stayed with Seelhofers.

In the evening I was sitting outside with Roger, talking about their time in Zambia, when he said: “Oh, sounds like they’ve got another one!” At first I didn’t know what he was talking about, but then I remembered what we had been talking about earlier. Marek and the other boys dug holes in the garden to find big beetles which they could roast over the fire. When a beetle is caught it “screams” high and quite loud. Roger had heard a beetles scream. So that I would see what the beetle looked like, we went to the boys. Marek showed me proudly a big, fat, brown/crème coloured beetle with a huge head. He told me that he had already removed two legs at its back, because of the big prickles that were on them. Now the only thing left to do before the barbecue was to squeeze the beetle’s head lightly so that it would not be fully conscious when it was being grilled.

I have to admit that I left the scene pretty quickly. It wasn’t the nicest thing to watch.
Not long and a second beetle was found. That time I didn’t even have to leave the terrace, Marek came to me and showed it to me, ripping the legs out right in front of me. These beetles are so big and fat that there is some “meat” even on those legs. There were real thighs on the legs.

I nearly had to throw up…

That really is something you have to get used to…

 

But distraction came quickly. Mila, who hadn’t left my side the whole afternoon, wanted to sit on my lap or she would take my hand and ran ahead to show me something.

 

At 7pm the others came back and supper started. Except from Miriam and Renate the whole BMI group was there. Regina, who I had already met in Kabwe. Theo and Margrit Bucher, who run the farm near Ndola had brought their sun and his girlfriend, as well as a Swiss couple who they had met during their stay in Ethiopia many, many years ago. That evening I met Gnehms for the first time, the only people working with BMI who I hadn’t met. He runs a carpentry workshop and gives locals the opportunity to do an apprenticeship. She has just started a new project, a Zambian old people’s home, a group of houses in which elderly people live who don’t have anybody to care for them. To make it self-sustainable/To afford their living they will open their own bakery. But the project is really just starting.

The evening was really nice, good food and entertaining conversations.

The night wasn’t as enjoyable. Buchers, their guests and me were staying in rooms next to the nutrition centre. We had seen the rooms in the afternoon already when we brought our luggage there and at that point they had seemed just fine.

But when I got there at night I wasn’t that happy anymore. There was no toilet seat, cockroaches were running around and when I lay down I felt like I was sleeping in a hammock. At some point I managed to fall asleep after all, but only to wake up every hour after that, either because of noises in front of the room or because of the horrible bed.

 

In the morning Theo and me went to Seelhofers and helped to moving the last furniture which the other BMI households would get. After that we went to Gnehms, where the rest of the group was waiting for us in front of a huge breakfast.

After eating Urli Gnehm took us to the carpentry workshop and told us about the project.

Then Regina took Bucher’s son, his girlfriend and me back to Lusaka.

The trip was very funny. We talked a lot about many things.

And again the trip was finished way too soon.

 

The rest of the week end was quiet.

 

Also last week was pretty normal. Nice but nothing too much out of the ordinary. Apart from maybe a field visit I did with Cecilia and Ernest (the other person working in the BMI office with Miriam and Cecilia). The community school has started a project, trying to make some money and be able to serve the student a meal. They are planning to get a hammer mill, to sell ground maize. The house, in which the hammer mill is going to be in, is just being built in Kamanga, not too far away from Cecilia’s home. It is a very poor area and it became very clear to me, why Cecilia had said that I couldn’t stay with her during my time in Zambia. Apart from low security would it probably have been too much of a change.

This entry was published on March 7, 2012 at 2:26 pm and is filed under Uncategorized. Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

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